Pixel-Tracking
April 30th, 2007 by Peter Glaeser |
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Nachdem ich mich mit den Methoden der Feststellung einer zu trackenden Aktion befasst habe, möchte ich nun erklären, wie die beim Merchant getrackten Informationen zum Affiliate-Netzwerk übertragen werden.
Erklärung
Die allermeisten Programmbetreiber arbeiten mit dem sogenannten Pixel-Tracking. Dabei wird auf der Seite, die der User bei Abschluss einer zu trackenden Transaktion sieht (z.B. Dankeschön-Seite bei einem Online-Shop) ein HTML-Code eingebaut, der meist ein Image-Tag enthält.
Die URL dieses Bildes verweist auf einen Server des Affiliate-Netzwerks. Die erforderlichen Informationen werden über URL-Parameter gespeichert. Manche Informationen liegen auch in einem Cookie des Affiliate-Netzwerks, welcher durch den Request ebenfalls ausgelesen werden kann.
Früher waren die Codes lediglich 1×1 Pixel große, transparente GIF-Bilder. Daher auch der Begriff des Pixels. Mittlerweile sind die Tracking Codes oft auch mit Javascript ausgestattet, so dass das Netzwerk weitaus mehr Informationen erhalten kann.
Bedeutung
Pixel-Tracking ist sehr beliebt, da es auf Seite des Merchants recht leicht zu implementieren ist. Affiliates mögen es, weil sie durch Pixel-Tracking ihre Transaktionen in Echtzeit in Affiliate-Netzwerk sehen können. Die Affiliate-Netzwerke mögen es, weil sie damit alle möglichen Informationen mitschneiden können, die ihnen für die Marktbeobachtung nützlich sind.
Kritik
Das mit dem Echtzeit-Tracking kann allerdings auch ein Problem sein. Möchten Merchants ihre Affiliates nur für Verkäufe vergüten, für die sie vom Kunden auch Geld erhalten haben, müssen getrackte Sales nachträglich wieder storniert werden. Bei Zahlung per Bankeinzug oder Kreditkarte hat der Kunde ja die Möglichkeit, eine Zahlung noch Wochen später zu stornieren. Die Merchants dürften Provisonen also erst sehr viel später zur Auszahlung freigeben, was bei Affiliates nicht für Begeisterung sorgt.
Weiterhin können beim Pixel-Tracking auch nur Transaktionen abgebildet werden, welche ausschließlich online ablaufen. Für die meisten Merchants ist das nicht problematisch. Gerade bei Mobile Content (Klingeltöne, Musik etc.) ist es aber durchaus üblich, den Kauf mit Verschicken einer Premium-SMS zu bestätigen, was gleichzeitig als Bezahlung gilt. Der Kaufvorgang wird hier also nicht im Web sondern per SMS abgeschlossen.
Alternative
Eine Lösung für das Problem der Vergütung von nicht bezahlten Bestellungen ist, dass Merchants diesen Verlust einfach in ihre Vergütungen einpreisen, also ihre Payouts um ein paar Prozent senken. Problematisch ist hier jedoch, dass Affiliates mit schlecht zahlenden Kunden auf Kosten von Affiliates mit solventen Kunden subventioniert werden.
Eine echte Web-Alternative gibt es für Offline-Bestellvorgänge nicht. Hier müssen die Daten beim Merchant offline generiert und an das Affiliate-Netzwerk übermittelt werden. Mit diesem Vorgang geht es im nächsten Beitrag zu Batch-Dateien weiter.
