Cookie-Tracking
April 27th, 2007 by Peter Glaeser |
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Erklärung
Im vorigen Artikel über das Session-Tracking habe ich erläutert, dass das Cookie-Tracking dazu dient, User-Aktionen auch viel später nach dem ersten Besuch einer Webseite zurückverfolgen zu können Hierbei wird auf dem Computer des Besuchers ein sog. Cookie gespeichert, dessen Inhalt von der betreffenden Webseite bei bestimmten User-Aktionen wieder ausgelesen werden kann. Mit der Rückkehrspanne bezeichnet man den Zeitraum der Gültigkeit eines Cookies.
Bedeutung
Von Affiliates vermittelte Transaktionen können also vergütet werden, wenn ein Besucher erst einige Tage oder Wochen nach dem über einen Affiliate vermittelten Besuch auf einer Webseite kauft. Es wäre ja auch nicht fair, diese mit Zeitverzögerung erfolgreich vermittelten Verkäufe einfach nicht zu vergüten.
Das Cookie-Tracking ist deshalb die verbreitetste Tracking-Methode, um im Affiliate-Marketing Verkäufe und Registrierungen auf einer Webseite einem Affiliate zuordnen zu können. Einige Programmbetreiber werben mit einer recht langen Rückkehrspanne (60 Tage) und bieten Affiliates somit einen größeren Anreiz als die Programme mit 30 Tagen, 3 Tagen oder gar nur Session-Tracking.
Kritik
Cookie-Tracking ist in der Regel ziemlich zuverlässig. Allerdings ist das Cookie-Tracking davon abhängig, dass der Cookie sowohl korrekt geschrieben als auch wieder ausgelesen werden kann. Es gibt mehrere Szenarien in denen das genau eben nicht vorhanden ist.
- Der User hat seinen Browser so konfiguriert, dass beim Schließen des Browsers alle Cookies gelöscht werden. Der Mozilla Firefox bietet dieses Feature. Auch viele Internet-Cafés löschen sämtliche Nutzerdaten nach dem Logout.
- Der User hat seinen Browser bzw. Computer so konfiguriert, dass er gar keine Cookies bzw. keine Tracking-Cookies speichert.
- Der User surft mit unterschiedlichen Browsern. Ein mit dem Firefox eingefangenen Cookie kann im Internet Explorer nicht ausgelesen werden.
- Der User surft mit unterschiedlichen Computern/Profilen. Auch in diesem Fall kann der Cookie nicht ausgelesen werden. So kann sich der potentielle Kunde tagsüber auf Arbeit informieren und abends vom privaten Computer aus kaufen.
Alternative
Um Affiliate-Transaktionen auch ohne Cookies tracken zu können, wurde das sog. Fingerprint-Verfahren entwickelt. Damit werde ich mich im nächsten Beitrag beschäftigen. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, eine sichere Alternative ist das nicht unbedingt.

