Cookie-Gültigkeit nur gut für Spammer?

Cookies sind bekanntlich wichtig um auch für Transaktionen vergüten zu können, die ein User erst bei einem wiederholten Besuch der Webseite eines Merchants tätigt. Je länger die Cookie-Gültigkeit eines Merchants ist desto höher ist diese Rückkehrspanne. Wer etwas Hintergrund-Wissen benötigt kann noch einmal meinen Artikel zum Cookie-Tracking lesen.

In mehreren Blogs wurde in den letzten Tagen über die sogenannte “Cookie Lüge” geschrieben. Hintergrund ist dass einige Programmbetreiber mit 30 Tagen Cookie-Gültigkeit werben aber eigentlich nur Session-Tracking anbieten. Mit anderen Worten sie betrügen Affiliates.

Die Bedeutung der Cookie-Gültigkeit hängt sehr stark von der Werbeform hab. Beim Suchmaschinenmarketing suchen die Leute aktiv und sind tendenziell eher bereit sofort Geld auszugeben. Der Anteil von Cookie Sales ist hier also recht gering. Bei Banner-Kampagnen ist es schon mehr. Ganz schlimm ist es bei Popup- oder Layer-Kampagnen. Hier jubeln die Affiliates der ganzen Welt ihre Cookies unter und hoffen dass genügend User innerhalb der Rückkehrspanne des Partnerprogramms beim Merchant kaufen. Ohne Cookies könnten sie nicht arbeiten.

Eine lange Cookie-Gültigkeit nutzt also primär den Spammern dieser Welt. Wer qualitativ hochwertigen Traffic hat der wird den Unterschied nicht so stark merken. Hier ist der Anteil von Cookie-Transaktionen unter 10%.

Comments

One thought on “Cookie-Gültigkeit nur gut für Spammer?

  1. Da muss ich jetzt aber ganz heftig widersprechen. Die 10% mögen in manchen Bereichen vielleicht stimmen. Die Regel ist das aber sicher nicht. Nach meiner Erfahrung ist bei SEM-Kampagnen 20% schon die Untergrenze. Ich hab mir das gerade mal bei einem Schmuck-Shop angesehen. Hier wurden 40% der Sales einer SEM-Kampagne außerhalb der Session getracked. Dazu kommt, dass gerade höherpreisige Produkte eher außerhalb der Session gekauft werden. Umsatzbezogen dürfte der Wert also noch höher sein (hab ich jetzt aber nicht kontrolliert). Ohne diese 40% wäre die SEM-Kampagne unrentabel. Gerade im SEM-Bereich sind die Cookie-Sales also von existezieller Bedeutung.

    Und der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass es mir ja nicht darum ging, Session-Tracking (bzw. diese Art des sessionabhängigen Cookietrackings) an sich anzuprangern. Aber es muss auch richtig kommuniziert werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>