Batch-Tracking
May 4th, 2007 by Peter Glaeser |
RSS feed for comments on this post |
TrackBack URI
Im letzten Beitrag zum Pixel-Tracking hatte ich erzählt, warum es manchmal notwendig sein kann, die getrackten Transaktionen nicht in Echtzeit über den Web-Browser an das Affiliate-Netzwerk zu melden.
Erklärung
Die hierfür gängigste Methode sind Batch-Files. Damit sind nicht die alten DOS-Staptelverarbeitungsdateien gemeint. Vielmehr geht es um CSV- oder XML-Dateien mit den Transaktionsdaten, welche der Merchant per Email oder FTP-Upload an das Affiliate-Netzwerk verschickt. Der Merchant zeichnet die Sales also auf, sendet sie (in der Regel automatisiert) an das Tracking-Netzwerk, dort werden sie eingelesen und erscheinen in den Reports.
Bedeutung
Mit dieser Methode können insbesondere Transaktionen abgebildet werden, welche nicht vollständig im Internet erfolgen. Das ist bekanntlich insbesondere dort der Fall, wo der Kunde eine Transaktion per Handy bestätigt bzw. bezahlt.
Batch-Files werden auch dort dem Pixel-Tracking vorgezogen, wo bestimmte Transaktionen einer weiteren Prüfung unterzogen werden sollen. Hier ist insbesondere das Abwarten auf den Zahlungseingang des Kunden zu nennen. Sales werden also solange in der Datenbank des Merchants vorgehalten, bis die Zahlung eintrifft. Erst danach werden sie zur Vergütung per Batch gemeldet.
Manche Partnerprogramme bieten auch eine sogenannte Lifetime-Vergütung an. Hier erhält der Affiliate nicht nur eine Abschlussprovision sondern fortlaufende Zahlungen, wenn ein Kunde seinen Vertrag verlängert. Soetwas ist theoretisch bei allen Dauerschuldverhältnissen wie Versicherungsverträgen oder Abonnements jeglicher Art möglich Da der Kunde den Vertrag online schließt, die Affiliate-Provision aber durch automatische Vertragsverlängerung fällig wird, kann das Tracking nicht über das Web-Frontend per Pixel stattfinden sondern muss über das Backend per Batch-Datei übermittelt werden.
Kritik
Der Vorteil des Pixel-Trackings ist der Nachteil der Batch-Files. Es kann recht unangenehme zeitliche Verzögerungen geben. Affiliates, insbesondere diejenigen die sich Traffic einkaufen, möchten ihre Kampagnen in Echtzeit optimieren können. Mit Batch-Dateien ist das kaum möglich. Je länger der Merchant die getrackten Transaktionen bei sich vorhält und nicht an das Affiliate-Netzwerk meldet, desto weniger Optimierung ist möglich.
Alternative
Grundproblem des Batch-Trackings ist die zeitliche Verzögerung. Hier muss jeder Merchant abwägen, ob es besser ist, nur bestätigte Transaktionen zu melden und den Affiliates weniger Optimierungsmöglichkeiten zu geben oder umgekehrt. In letzterem Fall hätte der Merchant immer die Möglichkeit, Zahlungsausfälle prozentual in die Affiliate-Provisionen einzupreisen und trotzdem mit Pixel zu arbeiten.
