Peter Glaeser

online and mobile affiliate marketing news

Archive for August, 2007

iLove gegen Cookie Spammer

Das Affiliate-Programm von iLove führt bei Affilinet, Tradedoubler und Zanox neue Teilnahmebedingungen ein:

Affiliate Partnern ist es ab sofort nicht mehr gestattet, iLove Cookies zu setzen, ohne iLove Werbemittel oder iLove Content darzustellen. Pop Up’s und Pop Down’s dürfen selbstverständlich mit Cookies ausgeliefert werden, wenn die iLove Webseite oder das Werbemittel erscheint.

Was steckt dahinter?

In meinem Beitrag zum Cookie Tracking habe ich die Funktion und Bedeutung von Cookies für das Affiliate Tracking erläutert. Über Tracking Cookies ist es möglich Affiliates auch für Transaktionen zu vergüten die erst Wochen nach Einblendung oder Klick auf das Werbemittel erfolgen.

Leider wird die Möglichkeit des Setzens von Tracking Cookies durch einige Affiliates in zweifelhafter Weise ausgenutzt. Diese Cookie Spammer schicken User auf Seiten auf denen eine oder mehrere Webseiten unsichtbar über Tracking-Links aufgerufen werden. Das geschieht in der Regel unsichtbar, z.B. durch die Verwendung von Frames.

Benutzer fangen sich somit unbemerkt und ungewollt Tracking-Cookies ein. Im Ergebnis wird ein Affiliate provisioniert obwohl er den User durch unsichtbare Werbung nicht auf den Merchant aufmerksam gemacht haben kann. Dass der User beim Merchant kauft ist nicht Ergebnis der Aktivitäten des Affiliates sondern Zufall. Für solche Transaktionen möchten die Programmbetreiber natürlich keine Provision zahlen.

Wordpress blockiert Zanox-Links

Wie von Henning und Max berichtet werden Tracking-Links von Zanox in Blogs auf wordpress.com blockiert.

Warum bei Wordpress so absolut gegen Affiliate-Links vorgegangen wird ist für mich nicht verständlich. Erstens sollen Leute, die guten Content schreiben, auch dafür belohnt werden können. Und zweitens ist es auch möglich dass z.B. ein gemeinnütziger Verein sein eigenes Merchandising über Partnerprogramme von Online-Shops abwickelt und die Provisionszahlung durch Zanox erhält. Außerdem bietet Zanox ja auch noch sein sogenanntes “Fundraising@” an, womit wohltätige Organisationen über Zanox-Spenden-Shops Geld sammeln können.

Zur Lösung dieses Problems gibt es viele Möglichkeiten. Hier sind drei einfache:

  1. Ihr nutzt nicht wordpress.com sondern installiert die Applikation auf Eurem Server.
  2. Ihr benutzt für die Links eine andere Domain (nicht die von Zanox) und nutzt Weiterleitungen.
  3. Ihr nutzt kein Zanox sondern weniger bekannte Affiliate-Netzwerke.

Google Adwords Editor 4.0 mit Mobile Ads

Google hat eine neue Version des Adwords Editors veröffentlicht. Endlich können mit dem Adwords Editor auch Handy-Anzeigen verwaltet werden. Eine komplette Liste der Neuerungen gibt es hier beim Google Adwords Editor.

Commission Junction EPC

Wer mit Commission Junction arbeitet ist sicher öfter schon über den sogenannten EPC gestolpert. Das soll ein ein Indikator für die Qualität sowohl von Publishern als auch von Advertisern und Werbemitteln sein. Der EPC ist die “average Earnings Per 100 Clicks”, also die durchschnittliche Provision je 100 Klicks.

Da viele Affiliates ihren Traffic auf Klickbasis z.B. bei Suchmaschinen einkaufen, ist eine Angabe zur durchschnittlichen Provision auf 100 Klicks für sie eine gute Orientierung bei der Suche nach profitablen Partnerprogrammen. Allerdings sollte der EPC aus mehreren Gründen mit Vorsicht genossen werden.

Nutzt ein Affiliate z.B. Textlinks als URL für Popup-Werbung, drückt er den EPC nach unten, da Forced Clicks und ähnliche Werbeformen eine deutlich schlechter konvertieren als z.B. Suchmaschinenmarketing oder Bannerwerbung. Ein Affiliate oder Partnerprogramm, welches mit hochwertigem Traffic eigentlich gut konvertiert, kann durch viele schlechte Publisher im Ranking gedrückt werden. Hier sagt der EPC dann leider nichts über das Potential des Programms sondern nur über die schlechte Qualität der Affiliates aus.

Im Umkehrschluss bedeutet ein schlechter EPC auch dass die bestehenden Publisher vielleicht nur schlechte Traffic-Quellen haben könnten. Gerade bei neuen Programmen ist es möglich dass z.B. noch kaum in Suchmaschinen geworben wird. Hinzu kommt dass bei neuen Programmen die Datenbasis für eine verlässliche Statistik zu klein sein könnte.

Insgesamt kann man sagen dass der EPC, ähnlich wie bei Schulnoten, eine grobe Orientierung geben kann. Man sollte ihn allerdings nicht überbewerten. Letztlich muss jeder Affiliate selbst testen, wieviel er mit einem Programm mit 100 Klicks verdienen kann.

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