Peter Glaeser

online and mobile affiliate marketing news

Archive for June, 2007

Die Anzahl von Anbietern automatisierter Bid-Management-Systeme für das Keyword Buying wächst ständig. Ihre Daseinsberechtigung rührt daher dass der Werbetreibende den Traffic bei Google & Co. auf Klickbasis einkauft und das Risiko der Konvertierung in eine Aktion selbst trägt. Wenn Merchants ihren Traffic bei Google bald direkt auf CPA-Basis einkaufen können, dann brauchen sie Bid-Management-Systeme weitaus weniger als jetzt.

Für die etablierten Affiliate-Netzwerke sehe in Googles neuem Pay-per-Action allerdings keine all zu große Gefahr. Wenn Affiliates bei Google Adwords Traffic einkaufen, müssten sie ihren Google Conversion Code beim Merchant unterbringen. Mit anderen Worten, eine Result-Seite würde mit hunderten oder tausenden Conversion Codes gefüllt werden müssen. Ich glaube das tut sich kein Programmbetreiber an. Es mag sein dass sie das für eine beschränkte Anzahl von Top-Affiliates tun. Die große Masse wird allerdings weiterhin über die klassichen Affiliate-Netzwerke laufen müssen.

Postview-Tracking

Beim Postview-Tracking soll das Affiliate-Tracking zuschlagen ohne dass der User vorher auf ein Werbemittel eines Affiliates geklickt hat. Mit “post view” ist also weniger “nach der Einblendung” sondern “ohne Klick” gemeint. Hintergrund ist die Annahme dass es eine nicht unbeachtliche Zahl von Usern gibt, die nicht auf ein Werbemittel klicken aber trotzdem beim Werbetreibenden kaufen.

So ist es durchaus denkbar dass ein User ein Werbebanner sieht, es aber nicht sofort anklickt sondern (ggf. auch mit einer zeitlichen Verzögerung) im Browser direkt die URL des Anbieters eingibt oder auf eine Suchmaschine ausweicht. Ohne Click und somit ohne Cookie würde hier in der Regel kein Tracking stattfinden, obwohl das Banner den Kunden gebracht hat.

Umsetzung

Technisch wird das Postview-Tracking entweder beim Merchant oder beim Affiliate-Netzwerk umgesetzt. Der überwiegende Teil der Advertiser überlässt das Postview-Tracking dem Affiliate-Netzwerk. Hierbei speichert das Netzwerk bei Einblendung eines Werbemittels die entsprechenden Daten in einem Cookie. Für das Tracking ist es dann erforderlich, dass der Tracking-Code des Affiliate-Netzwerks immer auf einer Result-Seite angezeigt wird. Mit anderen Worten, man müsste das komplette Tracking dem Affiliate-Netzwerk überlassen.

Die fortschrittlichen Advertiser, insbesondere diejenigen die mit mehreren Netzwerken arbeiten, organisieren das Postview-Tracking selbst. Der Advertiser setzt hierbei seinen eigenen Tracking-Cookie bei der Einblendung eines Werbemittels. Am Ende eines Bestellprozesses lesen sie ihre eigenen Cookies aus und können erkennen, ob es sich hierbei um eine Postview-Transaktion handelt oder nicht. Wenn ja dann erfolgt ganz regulär das Tracking.

Kritik

Überlässt man dem Affiliate-Netzwerk die Feststellung von Postview-Sales ist man als Merchant gezwungen, den Code auf allen Result-Seiten ständig einzublenden. Ist ein Advertiser bei mehreren Affiliate-Netzwerken aktiv sollte er dies allerdings nicht tun. Hier besteht nämlich die Gefahr der Doppelvergütung. Wenn ein User ein Banner eines Affiliates von Netzwerk A und später von Netzwerk B sieht und am Ende kauft, beanspruchen beide Netzwerke eine Provision für die Transaktion.

Weiterhin hätte der Merchant bei einem netzwerkseitigen Postview-Tracking kaum eine Möglichkeit der Kontrolle der Angaben. Durch die permantente Einbindung des Codes sieht das Netzwerk sämtliche Transaktionen und könnte theoretisch einige für sich extra verbuchen. Das kann ja praktisch niemand nachprüfen. Programmbetreiber sollten deshalb das Postview-Tracking selbst durchführen oder die Finger davon lassen.

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  • Pepperjam exklusiv mit DoubleClick

    Pepperjam, eine der größten Online-Marketing-Agenturen, hat einen exklusiven Deal mit DoubleClick unterschrieben. Pepperjam wird in Zukunft DART for Advertisers (DFA) benutzen, ein umfangreiches Kampagnen-Tracking-System. Für das Suchmaschinenmarketing integriert Pepperjam das DART Search, DoubleClicks Suchmaschinen-Tracking-System.

    Missgunst unter Affiliates

    Günther von Affiliate Business schrieb in seinem letzten Post über Tracking-Paranoia oder Missgunst unter Affiliates. Ich kann dazu folgendes sagen:

    Ich denke nicht, dass es hier um Paranoia sondern um Business geht. Alles was möglich ist wird auch irgendwann benutzt. In einem Markt strebt jeder nach Gewinnmaximierung. Da ist es letztlich nicht verwunderlich, dass einige Leute ihr technisches Wissen zu ihrem Vorteil nutzen. Man darf halt nicht an das Gute im Menschen glauben.

    Ab und zu entdecke ich geniale Affiliate-Seiten, die mir als Consumer einen echten Mehrwert liefern. Da gibt’s zum Beispiel ein Portal, was die Flugdaten aller europäischen Billig-Airlines importiert und mir für eine bestimmte Flugstrecke den günstigsten Preis heraussucht. Soetwas sucht man auf Expedia & Co. vergeblich. Die Seite hat über mich schon so einiges an Provisionen verdient, die ich mir nicht selbst zugeschanzt habe. Innovation soll belohnt werden und deshalb habe ich nicht meine eigenen Affiliate-Links benutzt.

    Noch etwas zu Cookies: Unsere gesamte Industrie würde sie in der heutigen Form nicht existieren. Wer sich halbwegs mit Online Marketing auskennt wird wissen, dass Cookies nicht nur zum Tracking dienen. Die Optimierung von Traffic läuft größtenteils darüber. Ohne Cookies könnten nicht zur Affiliate-Netzwerke sondern auch die großen Traffic-Quellen das Licht ausmachen. Wer sie löscht schädigt damit die gesamte Industrie und somit teilweise sich selbst.

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  • watching two girls undress while working on a laptop in the park.
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