Peter Glaeser

online and mobile affiliate marketing news

Archive for May, 2007

Die Katze ist aus dem Sack. Nach langen Verhandlungen ist der Deal nun perfekt. Die Gründer von Zanox sowie ein asiatischer Investor machen Kasse und verkaufen Ihre Firma für knapp 215 Mio. Euro. Die Axel Springer AG übernimmt 60% der Anteile, die anderen 40% gehen an die Schweizer PubliGroupe AG, eine Marketing-, Verkaufs- und Dienstleistungsgruppe für Medien und Werbetreibende. Beide Firmen wollen dabei ihre Positionen im Online-Marketing verbessern.

Als Ziele werden genannt:

  • Investition in stark wachsenden Markt des erfolgsbasierten Online-Marketing (Multichannel-Commerce)
  • Erschließung neuer Marketingformen im Online-Vertrieb
  • Ausweitung der Aktivitäten im digitalen Geschäft
  • Stärkung des weiteren internationalen Wachstums von zanox
  • Entwicklung neuer Produkte und Technologien und Erschließung neuer Kundengruppen geplant

Es ist geplant, unter der Marke “zanox” in Zukunft zwei Gesellschaften tätig werden zu lassen, die in die Konzerne der beiden Käufer jeweils integriert werden. Die Zanox-Gründer Thomas Hessler (CEO), Jens Hewald (CTO) und Heiko Rauch (COO/CFO) werden zunächst im Unternehmen verbleiben und die beiden Gesellschaften leiten.

Hier die vollständige Pressemitteilung.

Microsoft kauft aQuantive

Nach der Übernahme von DoubleClick durch Google schlägt nun Microsoft zurück. Für etwa 6 Milliarden US-Dollar kaufen die Redmonder die Firma aQuantive. Zur aQuantive-Gruppe gehört auch Atlas. Die Firma bietet Tracking- und Optimierungslösungen für Online-Marketing. Atlas bedient dabei sowohl Advertiser und Agenturen als auch Publisher.

Webservice-Tracking

Im letzten Beitrag zum Batch-Tracking hatte ich berichtet, dass es mit Batch-Dateien unter Umständen zeitliche Verzögerungen geben kann. Wenn man trotzdem nicht auf Pixel-Tracking umsteigen will, ist die Benutzung eines Webservice die beste Wahl.

Ein Webservice ist eine Web-Anwendung, die hereingeschickte Informationen weiterverarbeitet und ergebnisabhängige Rückmeldungen an den Absender gibt. Kurzversion: Ich schicke etwas herein und bekomme etwas zurück.

Beim Affiliate-Tracking würde man einen Webservice u.a. für die Übertragung der getrackten Transaktionen vom Merchant zum Affiliate-Netzwerk einsetzen. Anstatt des Verschickens einer Batch-Datei würde der Merchant eine Verbindung zum Webservice des Netzwerks aufbauen und die Sales übertragen.

Das Emailen von Dateien, die zuerst generiert und dann wieder eingelesen werden müssen, entfällt hierbei. Weiterhin könnte man sichere Verbindungen und bessere Authentifizierungsmethoden nutzen.

Ein Webservice ist im Ergebnis etwas ähnliches wie das Pixel-Tracking. Der wichtige Unterschied ist allerdings, dass es im Backend erfolgt und nicht zeitgleich mit der Aktion des Besuchers erfolgen muss.

Leider bieten nicht alle Affiliate-Netzwerke ihren Merchants die Nutzung eines Webservice an, da der überwiegende Teil der Partnerprogramme mit Pixel- oder Batch-Tracking bedient werden kann.

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  • Batch-Tracking

    Im letzten Beitrag zum Pixel-Tracking hatte ich erzählt, warum es manchmal notwendig sein kann, die getrackten Transaktionen nicht in Echtzeit über den Web-Browser an das Affiliate-Netzwerk zu melden.

    Erklärung

    Die hierfür gängigste Methode sind Batch-Files. Damit sind nicht die alten DOS-Staptelverarbeitungsdateien gemeint. Vielmehr geht es um CSV- oder XML-Dateien mit den Transaktionsdaten, welche der Merchant per Email oder FTP-Upload an das Affiliate-Netzwerk verschickt. Der Merchant zeichnet die Sales also auf, sendet sie (in der Regel automatisiert) an das Tracking-Netzwerk, dort werden sie eingelesen und erscheinen in den Reports.

    Bedeutung

    Mit dieser Methode können insbesondere Transaktionen abgebildet werden, welche nicht vollständig im Internet erfolgen. Das ist bekanntlich insbesondere dort der Fall, wo der Kunde eine Transaktion per Handy bestätigt bzw. bezahlt.

    Batch-Files werden auch dort dem Pixel-Tracking vorgezogen, wo bestimmte Transaktionen einer weiteren Prüfung unterzogen werden sollen. Hier ist insbesondere das Abwarten auf den Zahlungseingang des Kunden zu nennen. Sales werden also solange in der Datenbank des Merchants vorgehalten, bis die Zahlung eintrifft. Erst danach werden sie zur Vergütung per Batch gemeldet.

    Manche Partnerprogramme bieten auch eine sogenannte Lifetime-Vergütung an. Hier erhält der Affiliate nicht nur eine Abschlussprovision sondern fortlaufende Zahlungen, wenn ein Kunde seinen Vertrag verlängert. Soetwas ist theoretisch bei allen Dauerschuldverhältnissen wie Versicherungsverträgen oder Abonnements jeglicher Art möglich Da der Kunde den Vertrag online schließt, die Affiliate-Provision aber durch automatische Vertragsverlängerung fällig wird, kann das Tracking nicht über das Web-Frontend per Pixel stattfinden sondern muss über das Backend per Batch-Datei übermittelt werden.

    Kritik

    Der Vorteil des Pixel-Trackings ist der Nachteil der Batch-Files. Es kann recht unangenehme zeitliche Verzögerungen geben. Affiliates, insbesondere diejenigen die sich Traffic einkaufen, möchten ihre Kampagnen in Echtzeit optimieren können. Mit Batch-Dateien ist das kaum möglich. Je länger der Merchant die getrackten Transaktionen bei sich vorhält und nicht an das Affiliate-Netzwerk meldet, desto weniger Optimierung ist möglich.

    Alternative

    Grundproblem des Batch-Trackings ist die zeitliche Verzögerung. Hier muss jeder Merchant abwägen, ob es besser ist, nur bestätigte Transaktionen zu melden und den Affiliates weniger Optimierungsmöglichkeiten zu geben oder umgekehrt. In letzterem Fall hätte der Merchant immer die Möglichkeit, Zahlungsausfälle prozentual in die Affiliate-Provisionen einzupreisen und trotzdem mit Pixel zu arbeiten.

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  • Affiliatetracking.de empfohlen

    Vielen Dank an Markus Burkert für die Empfehlung meines Affiliate Tracking Blogs auf my.affiliate-life.at. Seinen Artikel findet Ihr unter http://my.affiliate-life.at/blog-empfehlung-affilialtetracking.

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